Menschen die in Beratung kommen wünschen sich Begleitung und Unterstützung beim Finden und Erkunden eines neuen Wegabschnittes. Manchmal ist es eine krisenhafte und ausweglos erscheinende Situation, ein anderes Mal eine Veränderung, egal ob Abschied oder Neubeginn, die Unsicherheit zutage bringt, sehr oft ist es aber einfach ein mehr oder weniger diffuses „so will ich das alles eigentlich nicht mehr, aber…“ das am Anfang des Prozesses steht.
Dann bietet die professionelle psychologische Beratung einen Raum in dem durch Zuhören und Mitfühlen, Präsenz, Nachfragen und Aufdröseln neue Möglichkeiten erschlossen werden.
Während sich die Therapie – egal ob psychotherapeutisch oder medizinisch-psychiatrisch – um Patienten mit einer krankheitswertigen Störung kümmert, sind die Klienten und Klientinnen in der Beratung schon mehr oder weniger weit auf ihrem individuellen Weg zu einem freien, friedlichen und lustvollen Leben.
Am Anfang steht die Abklärung des Auftrages an den Berater, denn es ist wesentlich leichter ein Ziel zu erreichen, wenn man weiß, wo man hin will. Ab dann darf gelacht, geweint, geflucht und geschimpft werden oder was auch immer sonst noch hilfreich ist, immer in dem Bewusstsein, dass sich weder die Welt da draußen und vor allem nicht die Menschen rasch und beständig in die richtige Richtung verändern werden. Es gilt nur kreativ mit diesem an sich betrüblichen Umstand umzugehen und selbst in Bewegung zu bleiben.
Für Männer ist es dann oft unterstützend, wenn das professionelle Gegenüber den Fokus immer wieder auf mögliche Lösungen hinlenkt und das vereinbarte Ziel im Auge behält (und für Frauen auch!).
Reden kann helfen und das Sich Einlassen auf einen Entwicklungsprozess kann helfen, das Leben selbst findet aber nicht im Beratungszimmer, in Gedanken oder schönen Worten statt sondern draußen in der Realität.
Psychologische Beratung ist niemals Selbstzweck sondern idealerweise ein Platz zum Durchatmen und Reflektieren, eine bewusst aufgesuchte Laborsituation um den eigenen Gedanken und Handlungen und damit sich selbst eine größere Freiheit zugestehen zu können.
So wie ganz am Anfang wird´s sowieso nie wieder aber raus aus einer mühsamen Dauerbaustelle hin zu einer friedlichen, lustvollen Beziehung ist für die allermeisten Paare ein lohnendes Ziel. Da kaum etwas und schon gar nicht ein Mensch über die Jahre so bleibt wie sie oder er war, ist Paar-Sein immer ein dynamischer Prozess mit eingebauter Veränderung. Spätestens wenn dann auch noch das Gras jenseits des Zaunes grüner ist als diesseits, ist es Zeit bewusst und mit professioneller Unterstützung in diese Dynamik einzugreifen. Dann gilt es die gemeinsamen Ziele wieder in den Fokus zu nehmen und auch neue zu formulieren um das Miteinander zu stärken, oft müssen Bedürfnisse oder Wünsche in klare und überprüfbare Vereinbarungen überführt werden und alte Ausmachungen neu beleuchtet.
Männercoaching steht hier als eigener Punkt um klarzumachen, dass es nicht immer erst ein Problem braucht um sich mit Lösungen und Strategien zu beschäftigen. Mann-Sein kann ganz natürlich, kraftvoll, lustvoll und schöpferisch sein, manchmal fehlt es aber an Vorbildern und funktionalen Mustern um vor allem mit Ablehnung und strategischer Beschämung umzugehen. Männer sind anders aber niemals sind sie fehlfunktionierende Frauen die repariert werden müssen. Männer sind emotional und oft ein wenig direkt, viele sind so stark, dass sie anderen helfen und Unterstützung annehmen können.
Sexualität ist untrennbar mit dem Menschsein verbunden – bei Männern wie bei Frauen – und trotzdem oft mit vielen meist unerklärlichen Tabus und gesellschaftlichen Normen verbunden. Auf eine im allgemeinen katastrophal schlechte Ausbildungslage treffen bewusste Fehlinformationen und ideologisch geprägte Forderungen. Vor diesem Hintergrund gilt es nun, die eigenen Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse zu reflektieren um ihnen auch einen angemessenen Ausdruck geben zu können. Was tut man, wenn einem schlicht die passenden Worte fehlen?
Noch anspruchsvoller wird das ganze klarerweise, wenn man plant, seine Sexualität nicht mehr für sich alleine sondern mit einer zweiten Person zu auszudrücken.
Martin Luther, der wenn man ihn so bezeichnen wollte wohl bekannteste Sexualberater der Geschichte, hat für beide Geschlechter eine Frequenz von zweimal in der Woche empfohlen (Anmerkung: die Frage der angemessenen Frequenz stellt sich häufig in Beziehungen), die von ihm gewählte Versform deutet schon darauf hin, dass es in der Sexualberatung einen guten Anteil von Humor braucht, sozusagen Lockerungsübungen um aus einer verkrampften Haltung aussteigen zu können.
Die Kosten sind mit 75 Euro für 50 min bzw. 130 Euro für 90 min bewusst leistbar gehalten, können aber bei entsprechendem Einkommen durch freiwillige Spenden für die Vereinsarbeit leicht auf marktübliche Preise gebracht werden.
Für Coaching und Supervision im Firmenbereich bitte gesondertes Anbot anfordern.
Entschuldige unfertige Seiten, freu dich über schon vorhandenes…